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25.10.2005   Quickborner Tageblatt

Fluglärmgegner fordern Lärmpausen
Von René Erdbrügger

Quickborn/Ellerau. Peter Groth vom Bürgerforum Ellerau schlägt Alarm: Immer öfter werde auch die kleine Gemeinde von Fluglärm heimgesucht. Ein Bürger habe Groth jüngst darauf aufmerksam gemacht, dass viele Maschinen nicht mehr parallel zur Alvesloher Chaussee in Richtung Hamburger Airport fliegen, sondern aus Norden quer über Ellerau hereinkommen und dann mit einem scharfen Linksschwenk in Richtung Hamburg heruntergehen.

"Die Einflugsschneise wurde nicht verändert. Es handelt sich um so genannte Sichtanflüge, bei denen auf das Instrumenten-Landesystem verzichtet wird. Bei solchen Manövern, die bei gutem Wetter durchgeführt werden, überqueren die Piloten auch Gebiete, die in der Regel nicht überflogen werden", informiert Groth. Die Flugsicherung erteile ihnen dafür die Genehmigung

Das allerdings zum Ärger der Ellerauer Bürger. Groth fordert deshalb, die Norderstedter Gespräche wieder aufzunehmen. Dort sprechen Fluglärmgegner, Verantwortliche des Airports und Politiker über solche Vorkommnisse. Ziel müsse sein, den Lärm gerechter zwischen Hamburg und den Umlandgemeinden zu verteilen. "Außerdem sollen die Ellerauer auch künftig Beschwerden an den Fluglärmschutzbeauftragten weiterleiten. Nur so sind Verbesserungen zu erreichen", sagt Groth.

Unterstützung erhält Groth von der Bürgerinitative gegen Fluglärm in Quickborn und Hasloh. Die Mitglieder gehen in ihren Forderungen noch weiter als Groth. Sie verlangen eine Einführung von Lärmpausen, die Stunden oder sogar Tage andauern sollen. "Es ist schlichtweg unerträglich, wenn von frühmorgens bis spät in die Nacht über eine Flugschneise bis zu 240 Landungen oder entsprechend viele Starts abgewickelt werden", empört sich Eberhard von Lany, Vorsitzender der Initiative.

Die Hamburger Fluglärmschutzkommission hat sich des Problems angenommen. So soll unter anderem geprüft werden, ob eine Lärmpausenregelung eingeführt werden kann und ob es rechtliche Grundlagen dafür gibt.
"Die Kommission und die Behörde für Soziales und Umweltschutz nähern sich dem Projekt jedoch widerstrebend an", so Lany. Als Gegenargument nenne die Flugsicherung Wetterbedingungen. Es gebe aber eine Vielzahl von Fakten, so von Lany, die belegen, dass sich Lärmpausen weitgehend unabhängig von Wetterbedingungen einrichten lassen. "Wenn eine der beiden Bahnen des Hamburger Flughafens wegen Reparaturarbeiten gesperrt ist, läuft der Flugverkehr zu 100 Prozent auch über die andere Bahn, zuletzt im Juni 2003 vier Wochen lang bei quer und schräg einfallenden Winden", weiß von Lany.

Am Donnerstag, 3. November, ist eine Mitgliederversammlung anberaumt. Beginn im Musikraum der Realschule Heidkamp, Heidkampstraße, 8, ist um 19.30 Uhr. Auf dem Programm stehen Wahlen.