zur Homepage von Ellerau

BürgerForum Ellerau

 
 
Home
News
Unsere Ziele
Kontakt
Impressum
Links
 
 
 

Ellerauer Krippeneinrichtung

Gem. KiTaG § 6 ist zu gewährleisten, dass ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindertagesstätten vorgehalten wird. Im November 2005 stellte die CDU Fraktion einen Antrag zur Kinderbetreuung im Alter von 0 bis 3 Jahren (Krippe). Der Antrag ging am 8.6.2006 bei der Gemeinderatssitzung einstimmig über die Bühne.

Kritische Anmerkungen:

Der Wertewandel ist es, der in unserer Gesellschaft dazu geführt hat, dass die meisten Frauen arbeiten müssen. Der Arbeitsmarkt braucht sie dringend, weil bald die Arbeitskräfte knapp werden. Zudem sollen sie sich um unsere Altervorsorge kümmern und möglichst mehr als durchschnittlich 1,36 Kinder zur Welt bringen.

Frauen können es derzeit offenbar nur falsch machen: Entscheiden Sie sich gegen ein Kind und für den Job, gelten sie oft als egoistisch. Können oder wollen sie als ?Nur-Hausfrau? wegen der Kinder nicht mehr arbeiten, haftet ihnen das Image der langweiligen Hausfrau an. Versuchen sie, Kind und Job miteinander zu vereinbaren, trifft sie der Vorwurf der Rabenmutter.

Kinder bedeuten Opfer vor allem finanzielle.

Es gibt keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen einen hohen Krippenangebot und einer hohen Geburtenrate.

Angesichts des so dominanten Interesses nach besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist zu fragen, ob nicht auch Kinder legitime Ansprüche an ihre Eltern stellen dürfen?

Eine Kinderkrippe sei für die kindliche Entwicklung ein Vorteil. Doch dies widerspricht völlig den wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Wird vor allem ein unter drei Jahre altes Kind in der Kinderkrippe betreut, so fehlt ihm die emotionale Konstanz mit der Hauptbindungsperson, die für die Entwicklung des Urvertrauens notwendig ist. Ein Kind, das sich nicht auf die Mutter verlassen kann, weil sie für dieses Kind über lange Strecken des Tages nicht erreichbar ist, bleibt innerlich unruhig. Selbst wenn sich Kinder in der Kinderkrippe äußerlich anpassen, was oft nicht der Fall ist, können bei ihnen massive psychische Störungen entstehen. Aufgrund solcher wissenschaftlicher Ergebnisse schickt man Kinder frühestens mit drei Jahren in den Kindergarten - viel eher aber zu einem späteren Zeitpunkt, und dort auch nur für zwei oder drei Stunden, damit das Kind nach dieser Zeit wieder die Hauptbeziehungsperson - normalerweise die Mutter - erreichen und erleben kann. Unter diesen Umständen kann der Kindergarten gerade für Einzelkinder, die nicht unter Nachbarskinder eingebunden sind, ein Vorteil sein. Dann kann das Kind Kooperation erlernen.

Wer eine mütterfreundliche Familienpolitik will, muss sehr viel differenzierter über Förderungsmaßnahmen nachdenken als bisher. Nicht nur für flexiblere Betreuungsangebote sorgen, sondern auch von der Arbeitgeberseite müssen Modelle entwickelt werden, um den Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf ermöglichen.

Der rechtliche Anspruch auf 40 Krippenplätze wird die Gemeindekasse nach Abzug von Zuschüssen und Elternbeiträgen mit rd. 100.000 Euro jährlich belasten. Der Beginn ist für den 1. Oktober vorgesehen.