BürgerForum Ellerau

30. März 2007

Kein April Scherz

Elleraus Lebensqualität besteht in der Überschaubarkeit mit dörflichen Charakter im Grünen. Wären da nicht die Kommunalpolitiker gewesen, die mit ihren Entscheidungen das Dorfbild mit dem Bau eines Hochhauses und eines Rathauses an der Gemeindegrenze veränderten. Nun bekommt die Landgemeinde ein neues "Wahrzeichen" in Form eines freitragenden Schornsteins für das Blockheizkraftwerk der Biogasanlage am Schwimmbad, um das neue Wohngebiet an der Königsberger Strasse und das Wasser im Freibad zu heizen. Mehr als 26 Meter ragt der Schornstein in die Höhe. Damit werden die gesetzlichen Bestimmungen und Auflagen für Immission und Emission erfüllt.

Das BürgerForum Ellerau stimmte dem Bau einer Biogasanlage nicht zu, da bei der Abstimmung im Gemeinderat im Juni 2006 kein finanzielles und technisches Konzept vorlag. Zweitens sollte die Gemeinde nicht als Betreiber auftreten.

Das alleinige Risiko trägt somit die Gemeinde. Mit der Gründung der Kommunalbetriebe Ellerau als Anstalt des öffentlichen Rechts (KBE), wurden die Betriebszweige Wärmeversorgung durch Biogas, Wasserversorgung, Freibad, Schmutzwasserentsorgung, Regenwasserentsorgung und der Bauhof in die Verantwortung dieses Betriebes überführt. Ein Vorstand und ein Verwaltungsrat mit politischen Mitgliedern bestimmen nun mehr den Geschäftskurs.

Das nun so ein hoher Schornstein errichtet werden muss, haben die "kompetenten" Fachleute der AE-Fraktion (vormals CDU), des Bürgervereins und der SPD offensichtlich im Verwaltungsrat übersehen. Dieser Schornstein verschandelt das ganze Landschaftsbild. Die Krumbek-Gemeinde wird nun von drei markanten Wahrzeichen durch "architektonischen Fortschritt" geprägt.

Peter Groth


Das neue Wahrzeichen Elleraus? Der Schornstein des Heizwerks.


Aufnahme vom Hochhaus aus.

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