BürgerForum Ellerau

Bürger schreiben ihr Wahlprogramm

Unter diesem Titel waren alle Ellerauer Bürger im April 2007 aufgerufen, sich mit ihrer Kreativität an der Erarbeitung für ein Bürgerwahlprogramm zu beteiligen. In Zeiten von Politikverdrossenheit und um mehr Bürgerkompetenz frühzeitig und glaubhaft mit ein zu beziehen, wurden 2000 Umfragebögen an alle Haushalte verteilt. Diverse Themenvorschläge wurden dort aufgeführt, auch jeder Ellerauer hatte die Möglichkeit, weitere Schwerpunkte zu nennen. Mit großem Interesse haben die Bürger Elleraus die Umfrage des BürgerForums aufgenommen. "Das haben wir in diesem Umfang fasst nicht zu hoffen gewagt." Diese Aktion macht uns Mut und bestärkt uns in dem Bestreben den Dialog mit unseren Mitbürgern weiter zu suchen. Ein mehr an Demokratie trägt immer auch dazu bei, dass sich Bürger für ihr Gemeinwesen interessieren und mehr Verantwortung für die Zukunft in ihrer Gemeinde übernehmen.

Die Ellerauer Bürger haben abgestimmt.

Das Ergebnis wird in der nachfolgenden Grafik veranschaulicht:

Ergebnisse

Es gibt viel zu tun in der Landgemeinde Ellerau! Die Umfrage zeigt aber deutliche Tendenzen auf. Die Ergebnisse zeigen, dass die Ellerauer Bürger jeweils deutliche Meinungen zu den einzelnen Themenbereichen haben.

Die beiden eindeutigsten Aussagen

  • 1) Lärmschutz im Rahmen des geplanten sechsspurigen Ausbaus der A7.

(Wie Norderstedt, Quickborn, Hasloh, Henstedt-Ulzburg leidet Ellerau auch unter Fluglärm. Mehr als zwei Drittel der Maschinen des Hamburger Flughafens überqueren diese Region. Die Tendenz ist steigend. Wann endlich kommt der Hamburger Senat seiner sozialen Fürsorgepflicht nach und sorgt für eine gerechte Verteilung von Fluglärm? )

6) kein Zubringer zur A7

(Für Ellerau bringt ein Autobahnanschluss keine Vorteile sondern führt zu mehr Fahrzeugverkehr, Lärm und Schmutz. Außerdem wird die Einwohnerzahl im Land nach 2020 deutlich unter dem Niveau von heute sinken. Somit wird ein zusätzlicher Autobahnanschluss hinfällig. )

kommen sicher nicht überraschend, sind sie doch Ausdruck für den verständlichen Wunsch nach etwas mehr Ruhe und Beschaulichkeit in unserer heutigen reizüberfluteten, großen und auch kleinen Welt. Der Bürger will mehr Ruhe und Stetigkeit.

Die hohen gefahren PKW-Geschwindigkeiten auf den Gemeindestraßen und die unzureichende Schulwegsicherung an der Dorfstraße sind weitere Ärgernisse. Für eine Tempobeschränkung auf gemeindlichen Wohnstraßen sprachen sich über 62 Prozent der Befragten aus.

Die Mehrheit der befragten Bürger befürchten mit der Ansiedlung von Einzelhandelsfachgeschäften auf dem ehemaligen Jil Sander Gelände eine weitere Zunahme von mehr Verkehr und Dauerstau am Bahnübergang. Eine Verkehrsuntersuchung hierfür ist nicht in allen Punkten schlüssig. Um eine zukunftsweise Lösung für einen kreuzungsfreien Bahnübergang zu erreichen, müssen alle Lastenträger (Quickborn, Ellerau, AKN,das Land und der Kreis) ernsthaft das Projekt vorantreiben.

Auf die Frage mit dem wenigsten Zuspruch angemessenes Wachstum Elleraus können viele Bürger positive sowie negative Seiten abgewinnen. Zuzug bringt Leben in die Gemeinde, zugleich wird aber zu bedenken gegeben, dass schnelles Wachstum mit erheblichen Kosten verbunden ist.

Mit dem schlechten Zustand der Gehwege und Fahrradwege sind die Ellerauer sehr unzufrieden. Die deutlich wahrnehmbaren Qualitätsunterschiede zwischen Alt-Ellerau und dem "Jungen Wohnen" des Ortes sind ein häufiges Thema unter den Bürgern.

Der Ausbau der altersgerechten Wohnformen, z. B. "Alten WG" im Sinne eines familienfreundlichen Wohnen auch im Alter fand ein starkes Interesse. Zurzeit befassen sich schon einige Architekten mit diesen Plänen. Herkömmliche Altersheime entsprechen nicht mehr den Bedürfnissen. Senioren möchten würdevoll und menschlich ihr Alter erleben.

An Kritik wurde nicht gespart. Die Polizeipräsenz werde als zu gering angesehen und die ständigen sichtbaren Spuren des Vandalismus, Schmierereien und der ruhestörende Lärm und Besäufnisse im Park, Freibad und Bürgerhaus ist vielen Anwohner ein Dorn im Auge. Viele Bürger haben bei dieser Gelegenheit auch den Kontakt zum BürgerForum gesucht und ihre Kommentare und Mitteilungen per Internet mitgeteilt. Die Anregungen werden wir aufgreifen und in den nächsten Wochen in den jeweiligen Fachausschüssen thematisieren. (JF/PG)

 

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