BürgerForum Ellerau

12. Oktober 2007

Autobahnanschluss: Alternative für Ellerau

Während die Anschlussstelle im Süden kommunalpolitisch in trockenen Tüchern ist, geht die Debatte um eine zweite A-7-Autobahnauffahrt weiter.

Quickborn möchte den Zubringer 20, Ellerau ist dagegen. Foto: pt

Planung. /Quickborn/Ellerau.

Im Zuge des Ausbaus der Autobahn 7 im Jahr 2008 sollen auch neue Anschlussstellen gebaut werden. Während der Zubringer im Süden (A 22) zwischen Quickborn und Schnelsen kommunalpolitisch in trockenen Tüchern ist, bereitet die geplante Auffahrt im Norden zwischen Quickborn und Henstedt-Ulzburg und somit vor der "Nase" Elleraus vielen Politikern Magenschmerzen.

Nachdem bisher die Gemeinden Ellerau und Alveslohe die favorisierte Anschlussstelle 20 zur A 7 bei Kaden abgelehnt haben, gibt es nun einen neuen Kompromissvorschlag. So ist im Gespräch, eine neue Straße nördlich des Kadener Weges zu bauen. Diese würde an den Toren Elleraus weiter als bisher vorgesehen vorbeiführen.

In Richtung Bundesstraße 4 im Westen wird neuen Plänen zufolge ebenfalls ein Autobahnzubringer gebaut. Von der Anschlussstelle am heutigen Rastplatz Kaden könnte die neue Straße durch die Feldmark an den Kadener Abbauten und dem Hof Hellerholz vorbeiführen. Sie kreuzt dann die L 234 und führt südlich von Bilsen auf die B 4.

In Ellerau geht man verhalten mit diesem Alternativvorschlag um, obwohl Gutachter schon zu dem Schluss gekommen sind, dass es für die Gemeinden mehr Vor- als Nachteile gebe.

Das BürgerForum ist jedoch der Ansicht, dass Ellerau überhaupt keinen Autobahnanschluss benötigt. "Außer dem Lärm aus der Luft wird Autolärm von der A 7 bei Ostwind erzeugt, und bei einem neuen Zubringer kommt der Westwind hinzu. Dieses ist den betroffenen Bürgern nicht zuzumuten. Ein Autobahnanschluss bringt für Ellerau keine Vorteile, sondern führt zu mehr Autos durch Ziel- und Durchgangsverkehre sowie zu Lärm und Schmutz. Außerdem kommt es zu einer Flächenzerschneidung und zu einer Trennwirkung der Naherholung und landwirtschaftlichen Nutzung", sagte Peter Groth vom BürgerForum. Eine Umfrage unter Bürgern habe ergeben, dass sich die Ellerauer nach etwas mehr Ruhe sehnten.

Für Quickborn ist es letztlich unerheblich, wo der Autobahnanschluss im Norden installiert wird, Hauptsache er kommt überhaupt. "Über die Trassenführung müssen die betroffenen Gemeinden selbst entscheiden", sagte Bürgermeister Thomas Köppl (CDU). Den Anschluss im Norden hält er für den wichtigeren. "Ich rechne damit, dass dann die Ellerauer Straße und die Friedrichsgaber Straße entlastet werden."

Ob die Gemeinde Ellerau sich generell gegen einen Anschluss zu Wehr setzen kann, ist fraglich. Henstedt-Ulzburg plant "Beckershof" - eines der größten zuammenhängenden Baugebiete Deutschlands. 4500 Menschen sollen dort leben. Viele der einmal dort wohnenden Bürger werden in Zukunft vermutlich nach Hamburg pendeln. Deswegen lautet die Forderung der Verantwortlichen: Eine Auffahrt zur A 7 muss her.

von René Erdbrügger


9. Oktober 2007

Kein Zubringer zur A7

Die Norderstedter Zeitung berichtet am 25.9.2007 über einen Kompromissvorschlag für einen Autobahnanschluss bei Kaden

Auszug: Es gibt wieder Hoffnung für Henstedt-Ulzburg. Nachdem bisher die Gemeinden Ellerau und Alveslohe die von der Großgemeinde favorisierte Anschlussstelle 20 zur A 7 bei Kaden abgelehnt haben (wir berichteten), gibt es nun einen neuen Kompromissvorschlag. Dabei soll nicht der Kadener Weg mit seiner als Naturdenkmal geschützten Allee als Autobahnzubringer fungieren, sondern eine neue Straße nördlich des Kadener Weges gebaut werden. Aber damit nicht genug. In Richtung Bundesstraße 4 im Westen wird den neuen Plänen zufolge ebenfalls ein komplett neuer Autobahnzubringer gebaut. Von der anvisierten neuen Anschlussstelle am heutigen Rastplatz Kaden verläuft diese neue Straße durch die Feldmark an den Kadener Abbauten und dem Hof Hellerholz vorbei, kreuzt die L 234 zwischen Alveslohe und Ellerau und erreicht dann südlich von Bilsen die B 4. (but)

Unser Standpunkt:

Neben dem Lärm aus der Luft wird Autolärm von der A 7 bei Ostwind erzeugt und bei einem neuen Zubringer kommt der Westwind hinzu. Dieses ist den betroffenen Bürgern nicht zuzumuten. Ein Autobahnanschluss bringt für Ellerau keine Vorteile sondern führt zu mehr Fahrzeugverkehr, Lärm und Schmutz und außerdem kommt es zur Trennwirkung der Naherholung und landwirtschaftlichen Nutzung. Außerdem wird die Einwohnerzahl im Land nach 2020 deutlich unter dem Niveau von heute sinken. Somit wird ein zusätzlicher Autobahnanschluss hinfällig.

Bei unserer Umfrage "Bürger schreiben ihr Wahlprogramm" wurde deutlich für den verständlichen Wunsch nach etwas mehr Ruhe und Beschaulichkeit in unserer heutigen reizüberfluteten, großen und auch kleinen Welt. Der Bürger will mehr Ruhe und Stetigkeit.

Der Bau- und Planungsausschuss wird sich weiter mit dem Thema befassen. Mit der Gemeinde Alveslohe wird sich nochmals über die Thematik mit Teilnahme der Gutachter beraten, um die noch vorhandenen Fragen direkt zu klären.
Peter Groth, für das BürgerForum Ellerau

 

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