BürgerForum Ellerau

Kreistag gibt Okay für neue Auffahrt zur A 7

Anschluss zwischen Quickborn und Schnelsen-Nord. Zeitgleich soll neue Kreisstraße von der B 4 nach Norderstedt entstehen.

Von Burkhard Fuchs

Kreis Pinneberg -

Grünes Licht für das größte Verkehrsprojekt in der Region. Nach dem Segeberger Kreistag hat nun auch der Kreistag Pinneberg mit großer Mehrheit zugestimmt, an der Autobahn 7 zwischen Hasloh und Bönningstedt eine neue Anschlussstelle zu schaffen. Nun steht noch die Entscheidung der Stadtvertretung Norderstedt aus, die am 30. Oktober fallen soll. Der dortige Fachausschuss hat dem 20 Millionen-Euro-Autobahnprojekt bereits zugestimmt.

Damit würde zwischen Quickborn und Schnelsen-Nord eine weitere Auf- und Abfahrt zur und von der A 7 gebaut, die von der Bundesstraße 4 auf der westlichen und dem Friedrichsgaber Weg auf der östlichen Seite in Norderstedt zu erreichen wäre. Mit der neuen Autobahn-Auffahrt soll zugleich die 5,1 Kilometer lange neue Kreisstraße realisiert werden, die mit einem Kreisel am Norderstedter Buchenweg beginnt und auf die B 4 in Höhe der Straße Ellerhorst trifft, wo eine Ampelanlage gebaut wird.

An den Gesamtkosten in Höhe von rund 20 Millionen Euro beteiligen sich die beiden Landkreise und die Stadt Norderstedt mit jeweils 3,3 Millionen Euro zu gleichen Teilen. Der Bund steuert 10,7 Millionen Euro bei. Die neue Auffahrt soll im Zuge des sechsspurigen Ausbaus des südlichen Teils der A 7 realisiert werden, mit dem im nächsten Jahr begonnen wird. Die Kreisverwaltung rechnet mit einem Baubeginn der Autobahnauffahrt im Jahr 2011.

Von der neuen Anschlussstelle mit ausgebauter Ost-West-Verbindung versprechen sich die Experten eine Entlastung der bisherigen Auffahrten und eine bessere Verkehrsanbindung des Bereichs von Bönningstedt und Hasloh. So sieht Hartmut Teichmann, der zuständige Planer in der Kreisverwaltung, enormes Entwicklungspotenzial für die Wirtschaft und Bevölkerung der betroffenen Orte. "Wir schaffen damit die erforderlichen infrastrukturellen und landesplanerischen Voraussetzungen für zusätzliche Gewerbeflächen im Bereich Bönningstedt, Hasloh und Norderstedt."

Das Planungsbüro Schnüll, Haller und Partner aus Hannover hat in einem Gutachten neben der Norderstedter eine zweite Autobahnauffahrt bei Ellerau empfohlen: "Die zusätzlichen Anschlussstellen tragen deutlich zu einer Verbesserung der verkehrlichen Situation für die Region bei." So würden beide Auffahrten von 20 000 bis 23 000 Pkw täglich genutzt, was die Anschlusstellen Schnelsen-Nord, Quickborn und Henstedt-Ulzburg entlasten würde. Im Gegensatz zur Norderstedter Variante sind sich bei der zweiten geplanten Auffahrt die betroffenen Gemeinden Ellerau und Henstedt-Ulzburg nicht einig, wo sie gebaut werden sollte.

Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl sagt zum Beschluss für die Norderstedter Ansschlussstelle: "Wir begrüßen das sehr, weil es zu einer Entlastung der Quickborner Auffahrt führen wird und den Verkehr aus der Stadt bringt."

erschienen am 17. Oktober 2007         Pinneberger Zeitung

 

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