BürgerForum Ellerau

Das BürgerForum Ellerau e.V. hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 13.2.2008 für die fünf Wahlkreise ihre Bewerber für die Kommunalwahl aufgestellt. Des Weiteren wurde das Wahlprogramm für die kommende Amtsperiode beschlossen.

Nachstehend die Listenkandidaten

1. Peter Groth

2. Joachim Friede

3. Gerrit Driessen

4. Heinz-Peter Renter

5. Lutz Jansen

6. Birgit Rautenberg-Groth

7. Herbert Lüdemann

8. Helga Schulz

9. Johann Posmyk

10. Sabine Jansen

Direktkandidaten für die Wahlkreise

Wahlkreis I: Joachim Friede , Birgit Rautenberg-Groth

Wahlkreis II: Peter Groth, Sabine Jansen

Wahlkreis III : Heinz-Peter Renter, Johann Posmyk

Wahlkreis IV : Lutz Jansen, Helga Schulz

Wahlkreis V : Gerrit Driessen, Herbert Lüdemann

Alle Kandidaten sind engagierte Bürger und wollen die Gemeinde aktiv mitgestalten und dies aus Bürgersicht. Wir meinen, dass Politik in der Gemeinde hat den Bürger zu dienen hat, aber nicht nur den Interessen einzelner.

Bislang stellt das BürgerForum einen Gemeindevertreter. Doch Ziel für die Kommunalwahl ist es, künftig mit drei Politikern im Rat vertreten zu sein.

Wir treten für Meinungsvielfalt und echte Demokratie auf der Gemeindeebene ein.

Heutzutage ist es Wichtiger denn je, eine glaubhafte, vertrauensvolle, gradlinige und ehrliche Politik vorzuleben. In der laufenden Wahlperiode haben von 17 Mitgliedern der Gemeindevertretung nunmehr 11 Mandatsträger fast 65 % durch Übertritte ihre politischen Fronten gewechselt. Eine herbe Enttäuschung für die vielen Wähler. Der Imageschaden für die Gemeinde und dem Ehrenamt ist beträchtlich. Für uns sind die Vorgänge sehr bedenklich und zweifelhaft. Die Art und Weise, wie die politischen Ziele verfolgt werden - prägt die politische Kultur, und nicht zuletzt auch die politischen Werte. E in stilvoller und moralischer Umgang mit dem politischen Mandat wäre angebrachter gewesen.

Ellerau braucht den Wechsel und eine Kurskorrektur.

Bei der Kommunalwahl stehen andere Fragen als die Verwaltungsstrukturreform im Vordergrund. "Die Bürger fragen nach Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels, nach der Sicherung von Infrastruktur vor Ort, nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, nach sozialen Einrichtungen, gerade für die wachsende Zahl älterer Menschen.

Ellerau muss attraktiv sein für alle Bevölkerungsschichten:

Für junge Familien und Jugendliche, aber auch für ältere Erwachsene sowie ältere Mitbürger muss ein attraktiver Lebensraum mit entsprechendem Freizeitangebot geschaffen bzw. erhalten werden. Wir wollen, dass Ellerau über ein Leben hinweg, ein geschätzter Wohnort ist.

Neben den Einrichtungen für Familien wie Krippe, Kindergarten und Schule wollen wir uns für die Förderung der Sportvereine sowie sonstiger Vereine einsetzen. Die VHS hat hierbei ebenfalls einen hohen Stellenwert. Vor Ort und in Quickborn muss das Angebot an ärztlicher Versorgung als auch häuslicher Pflege weiter ausgebaut werden.

Nicht alles kann durch die Gemeinde selbst geregelt werden. Daher ist es wichtig, die Eigeninitiative der Bürger in den jeweiligen Generationen zu fordern und zu fördern.

Wir orientieren uns bei unserem Handeln an den Erwartungen der Bürger und haben Sie daher im vorherigen Jahr unter dem Motto " Bürger schreiben ihr Wahlprogramm " entsprechend befragt.

Hier die wesentlichen Sachthemen, deren Wichtigkeit die Bürger uns im Rahmen unserer Umfrage aufgegeben haben:

Verkehr

Um den Dauerstau am Bahnübergang am Ortseingang abzubauen ist eine zukunftsweise Lösung notwendig. Mit einem kreuzungsfreien Bahnübergang müssen endlich alle Lastenträger (Quickborn, Ellerau, AKN, das Land und der Kreis) das Projekt ernsthaft vorantreiben. Dabei gilt es, den Nahverkehr mit der AKN durch eine ganztägige Durchfahrt in die Hamburger City attraktiver zu machen.

Umwelt

Der zunehmende Lärm von der Autobahn muss durch weitere Schutzmaßnahmen (Verbesserte Lärmschutzwände und durch Aufbringung von Flüsterasphalt) minimiert werden.

Wir setzten uns für eine gerechtere Verteilung der Flugbewegungen und Fluglärmfreie Nächte sowie für eine Verschärfung der Lärm- und Schadstoffgrenzwerte ein.

Die befragten Bürger sind der Ansicht, dass Ellerau keinen neuen Autobahnanschluss benötigt.

Der geplante Anschluss AS 20 zwischen Quickborn und Henstedt-Ulzburg mit der Querverbindung von der Autobahn bis zur Bundesstraße 4, bringt mehr Nachteile als Vorteile. Wie dem Verkehrsgutachten zu entnehmen ist, führt es zu mehr Fahrzeugverkehr durch Ziel und Durchgangsverkehr, Lärm und Schmutz und außerdem kommt es zur Flächenzerschneidung und Trennwirkung der Naherholung und landwirtschaftlichen Nutzung .

Finanzen

In den letzten 10 Jahren hat Ellerau leider weit über seine Verhältnisse gelebt. Die Folge ist eine sehr hohe Pro-Kopf-Verschuldung und ein weiter defizitärer Haushalt. Ursachen hier für ist das zu schnelle Wachstum und dessen Folgekosten in Millionenhöhe. Das bedeutet, dass angesichts der Schulden der Spielraum für sinnvolle Investitionen und Einrichtungen ohne eine weitere Neuverschuldung nicht mehr gegeben ist. Entlassung des Haushalts und Schuldenreduzierung kann durch die Veräußerung von Gemeindevermögen erfolgen.

Überführung der Kommunalbetriebe Ellerau (KBE) und speziell der Biogasanlage in die Privatwirtschaft. Eine langfristige Wirtschaftlichkeit der Anlage ist nach unserer Einschätzung als ausgesprochen risikoreich anzusehen. Scheinbar ausgegliedert haften die Gemeinde und damit jeder Bürger für die KBE. Hier wird aktuell die wahre Haushaltslage von Ellerau über einen Art "Schattenhaushalt" bewusst verschleiert.

Weiterentwicklung von Gewerbe und Wirtschaft

Ansässige Betriebe und florierende Unternehmen bringen Arbeitsplätze und Steuereinnahmen in die Gemeinde. Wir wollen deshalb: Eine nachhaltige Weiterentwicklung im Ort und auch in Zusammenarbeit mit einem überregionalen Wirtschaftsbündnis.

Sicherheit

Die Polizeipräsenz im Ort wird als zu gering angesehen und die ständig sichtbaren Spuren des Vandalismus, Schmierereien und der ruhestörende Lärm und Besäufnisse im Park, Freibad und Bürgerhaus sind Ärgernisse, wofür die Bürger kein Verständnis mehr haben. Die Zahl der Taten im Bereich der Kleinkriminalität ist In den letzten Monaten sprunghaft angestiegen.
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