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Ausblick 2011
Nach den Turbulenzen der Finanzkrise und dem tiefen Einbruch 2009 befindet sich die deutsche Wirtschaft seit 2010 wieder auf Wachstumskurs. Das wirkte sich positiv auf den Ellerauer Grundhaushalt 2010 aus. Höhere Erträge beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und die hohen Gewerbesteuererträge trugen ebenfalls zu einer Verbesserung im Ergebnishaushalt bei.
Der Haushaltsplan 2011 war in der Gemeinderatssitzung durch den Grundstückserwerb zur Erweiterung des Gewerbegebietes Ost sehr umstritten. Das BürgerForum Ellerau ist nicht grundsätzlich gegen eine weitere Gewerbeansiedlung. Es gibt zurzeit aber keine ernst gemeinten Anfragen für die Ansiedlung von Handwerk und Kleingewerbe. Ohne eine Bedarfs- und Entwicklungsanalyse auf Gewerbenachfragen konnten wir dem Mehrheitsbeschluss der Gemeindevertretung nicht folgen.
In den nächsten Monaten wird sich der Gemeinderat mit der Neustrukturierung durch die Übertragung der Konzessionsverträge Strom und Gas der Gemeinde Ellerau an den Kommunalbetrieben Ellerau (KBE) beschäftigen. Nach einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs bleiben Unternehmen nicht die Eigentümer der Strom- und Gasleitungen, wenn ein neuer Anbieter die Konzession erhält. Das Urteil ebnet Gemeinden den Weg, die Gas- und Stromversorgung ihrer Bürger wieder in die eigenen Hände zu nehmen.
Mit der Stadt Quickborn fanden die ersten Gespräche zur Beseitigung des höhengleichen Bahnüberganges AKN/L76 Bahnstraße/Berliner Damm statt. Einvernehmen besteht hier, zu einer gemeinschaftlichen Lösung zu kommen.
Das Thema einer direkten Anbindung der AKN oder
S-Bahn zum Hauptbahnhof Hamburg werden wir gemeinsam mit der "Arbeitsgemeinschaft der Linie A 1" weiter vorantreiben. Die Anteilseigner Hamburg und Schleswig-Holstein müssen jetzt zukunftsfähige Entscheidungen für den Umstieg von Diesel auf Strombetrieb treffen.
Das Ziel des BürgerForums Ellerau für 2011 ist es, die gemeindliche Entwicklung strategisch steuern zu können. Dazu bedarf es einer fundierten Analyse und Entwicklungsprognose. Eine langfristig angelegte Planungs- und Entscheidungskultur ist notwendig um die entscheidenden Maßnahmen durch die demographischen Veränderungen rechtzeitig zu treffen.
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